Qualitätspflanzen: Achten Sie beim Kauf der Pflanzen auf gute Qualität. Die Pflanzen sollten einen gut durchwurzelten Wurzelballen besitzen. Dies wird nur durch Verschulen bzw. Umtopfen erreicht. Die Pflanzen sollten kräftig und je nach Pflanzenart buschig gewachsen sein.

Richtige Auswahl der Pflanzen: Es gibt sehr unterschiedliche Heckenpflanzen. Sei es vom Gestaltungsbild, von der Wuchsgeschwindigkeit etc. Überlegen Sie sich vorher gut, was Ihre Wunschhecke für Eigenschaften haben sollte und lassen Sie sich gegebenenfalls von uns beraten.

Grenzabstände: Steht eine Hecke zu nah an der Grundstücksgrenze, kann es nicht nur zum Streit mit dem Nachbarn, sondern auch mit den lokalen Behörden führen. Die Vorschriften für die einzuhaltenden Grenzabstände sind nicht bundesweit einheitlich, sondern es gelten Richtlinien auf Länderebene. Es empfiehlt sich, bei Fragen und für die Details die lokalen Behörden zu kontaktieren.

Für Baden- Württemberg gilt folgende Regelung:

  • Hecken bis 180 cm Gesamthöhe müssen einen Grenzabstand von mindestens 50 cm einhalten. Höhere Hecken werden mit der Formel:
  • Pflanzhöhe in cm – 130 = Grenzabstand

Bodenvorbereitung: Heben Sie einen Graben in der Länge der gewünschten Hecke aus. Es empfiehlt sich für eine gerade Linie eine Schnur zu spannen. Als Faustregel für Breite und Tiefe des Grabens gilt ca. das 1,5 fache der Wurzelgröße bzw. des Ballendurchmessers. Lockern Sie die Sohle des Grabens vor dem Setzen der Pflanzen gut auf, damit sich die Wurzeln später ausreichend entfalten können. Bei sehr schweren, lehmigen Böden sollte eine Bodenverbesserung durchgeführt werden, wie zum Beispiel die Aushuberde mit Sand oder Pflanzerde mischen.
Geben Sie niemals mineralischen Dünger oder frischen, noch nicht fertig zersetzten  Kompost mit in das Pflanzloch! Es kann zu Verbrennungen der Wurzeln führen und letztendlich die Pflanze vertrocknen lassen.
Zunächst geben Sie lose Erde in das Pflanzloch. Die Pflanzen sollten in der Regel so tief gesetzt werden, wie sie vorher gestanden haben. Der Ballen sollte nach der Pflanzung etwa zwei Finger breit mit Erde bedeckt sein. Bei großen Ballen sollte berücksichtigt werden, dass es je nach Untergrund noch zu späteren Setzungen des Erdreichs kommen kann. Achten Sie insbesondere darauf, dass das Wasser gut versickern kann und sich keine Staunässe bildet. Organische Dünger oder Wurzelstärkungsmittel können in das Pflanzloch und unter den Aushub gemischt werden.

Einpflanzen: 

Pflanzen mit Ballen:

  • Setzen Sie die Pflanzen inklusive vorhandenem Jutetuch (und eventuell  Maschendraht) in den Graben. Richten Sie die Pflanzen nun aus, damit gleichmäßige Pflanzabstände entstehen. Belassen Sie das Jutegewebe solange am Ballen. Sitzen die Pflanzen wie gewünscht im Graben, lösen Sie die Knoten der Ballentücher und legen Sie die Enden zur Seite hinunter. Handelt es sich um einen Drahtballen, knipsen Sie mit einer Zange die am Stamm nächsten Maschen auf und legen ihn ebenfalls zur Seite hinunter, sodass der Stamm nicht einwachsen kann.
  • Heben Sie die Pflanzen nach Öffnung des Ballentuchs nicht mehr an, um ein Auseinanderfallen des Ballens zu vermeiden. Füllen Sie jetzt die Ballen zu zwei Dritteln an und gießen Sie die Pflanze ordentlich an. Die Ballen und die angefüllte Erde sollten gut mit Wasser getränkt sein. Anschließend füllen Sie den Rest der Erde auf.
  • Treten Sie nun die Pflanzen von allen Seiten vorsichtig an (nicht zu fest!). Aus der restlichen Erde kann ein Gießrand in der Größe des Grabens geformt werden, um das spätere Wässern zu erleichtern und sicherzustellen, dass das Wasser auch an die Wurzeln gelangt und nicht oberflächlich abfließt. Gießen Sie jetzt nochmals alle Pflanzen gut an.

Pflanzen im Container:

  • Entfernen Sie die Kunststoffbehälter. Spiralwurzeln sollten durchschnitten und Wurzelfilz aufgerissen werden. Ritzen Sie dafür die Wurzeln ringsherum gut an, um das Wurzelwachstum anzuregen. Bei größeren Pflanzen können die äußeren Wurzeln mit einem Spaten abgestochen werden.
  • Tränken Sie die Pflanzen vor dem Setzen gut mit Wasser und setzten Sie sie in den Graben.
  • Richten Sie die Pflanzen nun aus, damit gleichmäßige Pflanzabstände entstehen.
  • Füllen Sie jetzt die Pflanzballen zu zwei Dritteln mit Erde an und gießen Sie die Pflanzen ordentlich an. Die Ballen und die angefüllte Erde sollten gut mit Wasser getränkt sein. Anschließend füllen Sie den Rest der Erde auf. Treten Sie nun die Pflanzen von allen Seiten vorsichtig an (nicht zu fest!). Aus der restlichen Erde kann ein Gießrand in der Größe des Grabens geformt werden, um das spätere Wässern zu erleichtern und sicherzustellen, dass das Wasser auch an die Wurzeln gelangt und nicht oberflächlich abfließt. Gießen Sie jetzt nochmals alle Pflanzen gut an.

Wurzelnackte Pflanzen:

  • Vorbereitung: Stellen Sie die Pflanzen für mindestens 8 Stunden in einen Behälter mit Wasser, damit sie sich gut vollsaugen können.
  • Schneiden Sie die Wurzeln mit einer scharfen Schere an, um das Wurzelwachstum anzuregen.
  • Verteilen Sie die Pflanzen, damit gleichmäßige Pflanzabstände entstehen.
  • Halten Sie die Pflanzen nun schwebend in das Pflanzloch, so dass die Oberkante der Wurzeln ca. 3 Fingerbreit unterhalb dem anstehenden Erdreich liegt.
  • Füllen Sie jetzt den Graben auf und treten Sie die Pflanzen von allen Seiten vorsichtig an (nicht zu fest!).
  • Aus der restlichen Erde kann ein Gießrand in der Größe des Grabens geformt werden, um das spätere Wässern zu erleichtern und sicherzustellen, dass das Wasser auch an die Wurzeln gelangt und nicht oberflächlich abfließt. Gießen Sie jetzt alle Pflanzen gut an.

 Wässern: Wasser ist der Quell allen Lebens das ist bei Pflanzen nicht anders als beim Menschen. Gerade in der ersten Zeit nach der Pflanzung ist es extrem wichtig, die Pflanzballen feucht zu halten und richtig zu Wässern.

Grundsätzlich sollte beachtet werden, dass ausschließlich das Erdreich und nicht über die  Pflanzen gegossen wird. Feuchtigkeit in der Pflanze sollte vermieden werden, um Pilzkrankheiten und Ähnlichem vorzubeugen.

  • Jede Pflanze sollte pro Gießgang ausreichend Wasser abbekommen, damit sich die Wurzeln in die Tiefe entwickeln.
  • Als Faustregel für die Wassermenge gilt:
  • 10 Liter Wasser je Höhenmeter der Pflanze
  • Gießen sie die Pflanze alle 3- 4 Tage an heißen Sommertagen und ziehen sie die Intervalle mit der Zeit etwas länger. Hierbei ist zu empfehlen, einen Gießrand im Bereich des Ballens zu formen, damit beim Gießen das Wasser nicht an der Oberfläche abfließt. Wenn man die Pflanzen der ‚Natur‘ überlässt und es regnet, kann man sich wieder an den 10 l pro Höhenmeter Pflanze orientieren.
  • D.h. es muss mindestens 20 l/ m² regnen, damit es einen Gießgang bei 1 m hohen Pflanzen (2 Stück auf einen Meter) ersetzt.
  • Ein tägliches oberflächliches Wässern bringt der Pflanze leider nichts.
  • Staunässe sollte unbedingt vermieden werden.
  • Kurz vor Wintereinbruch sollten die Pflanzen noch einmal intensiv bewässert werden, denn gerade immergrüne Pflanzen verdunsten auch im Winter Feuchtigkeit.
  • Unterschätzen Sie auch in den Sommermonate nicht, wie schnell die Pflanzen Schaden nehmen können. Stellen Sie gerade bei Abwesenheit sicher, dass Nachbarn oder Freunde einen regelmäßigen Gießrhythmus aufrechterhalten.

Düngen: Empfehlenswert sind organisch- mineralische Volldünger, die die Nährstoffe zwar nur langsam, aber permanent freigeben. Sie erhalten während den Hauptnährstoffen (NPK- Stickstoff, Phosphor, Kali) auch wichtige Mineralien und Spurenelemente, die  für die Vitalität der Heckenpflanzen ausschlaggebend sind.

Schnitt: trapezförmig, d.h. die unteren Äste etwas länger stehen lassen, als die Oberen, damit wird ein verkahlen der Hecke verhindert, da der Lichteinfall gleichmäßig ist.

Schnittzeitpunkt: Hecke schneiden macht vor allem Arbeit: Damit Sie möglichst lange Ruhe haben bis zum nächsten Heckenschnitt, empfiehlt sich mit dem ersten Schnitt bis zum Johannistag (24. Juni) zu warten. Dann ist der Hauptaustrieb vorüber, die Hecke wächst nicht mehr so stark und die zurückgeschnittene Form bleibt Ihnen lange erhalten. Niemals bei starker Sonneneinstrahlung oder starkem Frost schneiden, um Verbrennungen/ Erfrierungen an der Pflanze zu vermeiden. Bei Blütengehölzen muss das Blühverhalten beim Schneiden beachtet werden.

Achtung: Aus Gründen des Vogel- /Naturschutzes dürfen in Deutschland während der Brutzeit keine größeren Schnittmaßnahmen getätigt werden. Dies gilt vom 1. März- 30. September. Zulässig sind schonende Form- und Pflegeschnitte unter Sicherstellung, dass sich keine Vogelnester in der Hecke befinden. Wer jedoch einen Radikalschnitt plant, sollte diesen vor dem 1. März durchführen.

Schneidewerkzeug: Es muss immer gut geschärft sein, um einen sauberen Schnitt zu erzielen.

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